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und Würde wieder, die er bei ſeinen früheren Stan⸗ desgenoſſen abgelegt hatte. So ſchritt er durch die Menge und verſchwand nach und nach.
„Er benimmt ſich würdig,“ ſagte Einer, als bie Gäſte ſich wieder ſetzten.„Habt Ihr das Wir be⸗ merkt— die königliche Sprechart?“
„Aber das muß man zugeben, daß er ſie trefflich beherrſcht,“ ſagte der Geſandte des Visconti;„we⸗ niger ſtolz wäre bei ſeinem übermüthigen Hof Krie⸗ cherei.“
„Nun,“ ſagte ein Profeſſor aus Bologna,“ war⸗ um heißt man denn den Tribun ſtolz? Ich ſehe keinen Stolz an ihm.“
„Auch ich nicht,“ ſagte ein reicher Goldſchmied.
Während dieſe und noch widerſprechendere Bemer⸗ kungen dem Tribun während ſeines Weggehens folg⸗ ten, trat er in den Saal, in welchem Nina ven Vor⸗ ſitz führte; und hier gewannen ihm ſeine ſchöne Per⸗ ſönlichkeit und ſeine Silberzunge(Suavis coloratae- due sententiae nach Petrarka's Beſchreibung) eine mehr allgemeine Gunſt bei den Damen, als ihm bei ihren Männern zu Theil geworden; er bildete keinen geringen Gegenſatz zu den förmlichen und kraftloſen Complimenten des guten Biſchofs, der ihm bei ſolchen Gelegenheiten zur herrlichen Folie diente.
Aber ſobald dieſe Ceremonien abgethan waren und Rienzi ſein Pferd beſtieg, änderte ſich ſein Weſen plötzlich in ſtrengen, bedeutungsvollen Ernſt.
„Vikar,“ ſagte er mit großer Kürze zu dem Bi⸗ ſchof,„wir möchten Eurer Gegenwart ſehr bedürftig
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