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ladung in ihrer vollen Ausdehnung und regelmäßigen Form, wie ſie geſchrieben und Deinen Händen über⸗ geben wurde, außerhalb dem Lateran.“
Als Rienzi dieſe kühne Proklamation von Ztaliens Freiheit ſchloß, murmelten die Geſandten von Tos⸗ kana und einigen andern freien Staaten leiſe Beifall. Die Geſandten der Staaten, welche anſcheinend zur Partei des Kaiſers hielten, ſahen ſich ſchweigend in Verwunderung und Beſtürzung an. Die römiſchen Barone ſtanden mit ſtummem Munde und niederge⸗ ſchlagenen Augen da; nur über das greiſe Antlitz Stephan Colonna's zog ſich ein Lächeln, halb der Ver⸗ achtung, halb des Triumphs. Aber die große Maſſe der Bürger war von Worten hingeriſſen, die eine ſo großartige Ausſicht, wie die Emanecipation Italiens eröffneten, und ihre Ehrfurcht vor der Macht und dem Glücke des Tribuns war beinahe die, welche man einem überirdiſchen Weſen ſchuldig iſt, ſo daß ſie ſich nicht bei der Berechnung der Mittel aufhielten, welche mit dieſer Prahlerei im Verhältniß ſtanden.
Während ſein Auge über die Menſchenmenge, die
ungetreu. Dem kalten und höhniſchen Skepticismus, welcher ſo oft die rieſenhaften Werke dieſes großen Schriſtſtellers verun⸗ ſtaltet, jenem aufrichtigen und drängenden Enthuſiasmus nichts zugeſteht und in Sachen der Freiheit oder der Religion die ge⸗ wöhnliche Quelle kühner Thaten iſt, erſcheint der große Römer nur als ein ehrgeiziger und phantaſtiſcher Narr. Was würde in Gibbons Händen Cromwell geworden ſein? was Vane? was Hampden? Der Pedant Julian mit ſeiner ſchmutzigen Perſön⸗ lichkeit und ſeiner prahleriſchen Affektation war Gibbons Weal von einem großen Manne.
Bulwer, Rienzi. I. 25


