Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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die, nach ſeiner lächelnden Miene zu urtheilen, ſeinen Begleitern einer der vertraulichen Scherze zu ſein ſchienen, welche Rienzi in ſeine Unterredung mit ſeinen vertrauteren Freunden zu miſchen pflegte.

Sechstes Kapitel. Die feierliche Vorladung.

Die Glocke der großen Laterankirche ertönte gellend und laut, als die ungeheure Menſchenmaſſe, größer noch, als am vorhergehenden Abende, heranwogte. Die hiezu aufgeſtellten Diener machten mit Mühe Platz für die Edeln und Geſandten, und kaum waren dieſe vornehmeren Beſucher eingelaſſen, ſo drängte ſich die Menge ihnen nach, ſtürzte ſich haſtig in die Kirche und eilte nach der Kapelle Bonifacius VIII. Indem ſie hier jeden Winkel anfullten und den Eingang ver⸗ ſperrten, ſahen die Glücklicheren von dem Gedränge den Tribun, umgeben von dem glänzenden Hofe, den ſein Geiſt um ihn verſammelt, ſein Glück ihm unter⸗ worfen hatte. Als endlich die feierliche, heilige Mufik, als Vorſpiel für die feierliche Meſſe, durch das Ge⸗ bäude zu ſchwellen anfing, trat der Tribun vor, und der Eindruck, welchen das Verſtummen der Muſik machte, wurde noch größer durch die gänzliche Todten⸗ ſtille der Zuhörer. Seine Größe, ſeine Haltung, ſeine Züge waren diejenigen, welche immer der Menge Auf⸗ merkſamkeit gebieten, und damals wurden ſie noch weit mehr gehoben durch das Intereſſe der Veran⸗

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