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397 Luca di Savelli, ich fürchte, Ihr habt ſchlecht ge⸗ ſchlafen; Ihr ſcheint blaß. Doch, das hat nichts zu bedeuten,!— unſer heutiges Bankett wird Euer mun⸗ teres Blut bald wieder in Umlauf bringen“
„Blut, Tribun!“ ſagte di Seotto, der keine Schuld an dem Anſchlage hatte;„Du ſprachſt von Blut und ſiehe! auf dem Boden ſind große, noch nicht trockene Tropfen Blutes.“
„Nun, fort mit Dir, alter Held, daß Du meine Ungeſchicklichkeit verräthſt! Ich ritzte mich beim Ent⸗ kleiden mit meinem Dolche. Dank dem Himmel, daß ſeine Spitze nicht vergiftet war!“
Die Frangipani wechſelten Blicke— Luca di Sa⸗ velli lehnte ſich an eine Säule, um ſich zu halten— vas übrige Gefolge ſchien ernſt und überraſcht.
„Denkt nicht daran, meine Herren,“ ſagte Rienzi, es iſt eine gute Vorbedeutung und eine wahre Pro⸗ phezeihung. Es bedeutet, daß derjenige, welcher ſein Schwert für das Wohl des Staates umgürtet, bereit ſein muß, ſein Blut für ihn zu vergießen; das bin ich. Nichts mehr davon— ein bloßer Ritz; es blutete ſtärker, als ich von einer ſo unbedeutenden Wunde vermuthet hätte, und erſpart dem Arzte die Anwen⸗ dung der Lanzette. Wie ſchön der Tag anbricht! Wir müſſen uns bereiten, unſere Mitbürger zu empfangen — ſie werden bald hier ſein. Ha, mein Pandulpho — willkommen! Du, mein alter Freund, ſollſt mir dieſen Mantel umlegen!“
Und während Pandulpho hiemit beſchäftigt war, fläſterte ihm der Tribun einige Worte in das Ohr,


