Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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einen der geheimen Kerker des Capitols zu bringen. Sei verſchwiegen, ſagte er;äußere gegen Nie⸗ mand ein Wort davon; gehorche und Du ſollſt beför⸗ dert werden. Wenn Du dies heſorgt, ſuche den Rath Pandulpho di Guido und ſage ihm, er möchte zu mir hierher kommen, ehe die Menge ſich verſammelt.

Hierauf ließ er den Soldaten ſeine ſchweren Eiſen⸗ ſchuhe ablegen, führte ihn durch die Kirche, übergab Rudolph ſeiner Obhut, ſah ſie abgehen und nach wenigen Minuten hörten die Männer in der nahe gelegenen Kapelle ſeine Stimme und er ſah ſich von ſeinem Gefolge umgeben,

Er ſtand ſchon in ein weites, mit Pelz verbrämtes Gewand gehüllt auf dem Eſtrich: ſein durchdringen⸗ der Blick prüfte genau und ſorgfältig das Angeſicht eines Jeden, der ſich nahte. Zwei von den Baronen aus der Famile Fangipani verriethen einige Zeichen von Beſtürzung und Verlegenheit, ſammelten ſich aber bei der unbefangenen Begrüßung des Tribuns gleich wieder.

Aber alle Kunſt Savelli's konnte es nicht verhin⸗ dern, daß ſeine Züge dem gleichgültigſten Auge den Schrecken ſeiner Seele verrathen hätten; und als er Rienzi's durchvringenden Blick auf ſich ruhen fühlte, zitterte er an allen Gliedern. Indeſſen ſchien Rienzi allein ſeine Unruhe nicht zu bemerken, und als Vico di Seotto, ein alter Ritter, aus deſſen Händen er ſein Schwert empfing, ihn fragte, wie er die Nacht zugebracht, erwiderte er heiter:

Gut, gut mein tapferer Freund! über einem neuen Ritter wacht immer ein guter Engel. Signor

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