Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

394

Zunge, noch mein Leben. Wenn ich mich in bieſesPer Loch einſperren laſſe, mußt Du mir auf den Kreuz⸗ Humor griff des Dolches in Deiner Hand ſchwören, daß Du götzte; mich, nachdem ich Alles, was ich weiß, bekannt, mir gern begnadigen und in Freiheit ſetzen willſt; derer, die geduldig mich gedungen, ſind genug, um Deine Wuth zu be⸗ len Jah: friedigen, und wäreſt Du ein Tiger. Wenn Du nicht hätte wi hierauf ſchwöreſt meiner Ach, mein beſcheidener Freund! was dann? verrichte Dann zerſchmettre ich mir das Hirn an ver ſtei⸗Icd nernen Mauer! Beſſer ein ſolcher Tod, als die band, Folter! Wänden Thor, an Leuten, wie Du, brauche ich mich nichtSe

zu rächen. Sei aufrichtig, ſo ſchwöre ich Dir, daß zelnd; Du zwölf Stunden nach Deinem Geſtändniſſe wohl⸗ um Die behalten und unverletzt außerhalb der Mauern Roms haben, ſtehen ſollſt. So wahr mir Gott helfe und ſeine Hie Heiligen. Dolch« Ich bin zufrieden! Donner und Hagel, ich darauf habe lange genug gelebt, um nur für mein eigenes ablaſſu

Leben zu ſorgen und dann gleich für das des großen nahm 3 Capitäns; im Uebrigen frage ich nicht darnach, Thüre, ob Ihr Südländer Euch die Gurgeln abſchneidet und und kel ganz Italien zu einem Grabe macht. den Ve Mit dieſen wohlwollenden Worten trat Rudolph ſein Le in das Kabinet; aber ehe Rienzi die Thüre ſchließen Be konnte, trat er wieder heraus merun Halt, ſagte er;das Blut fließt ſtark. Helfſtaus, 1 mir die Wunde verbinden, oder ich verblute mich vor wächte

meinem Bekenntniſſe. Leute