packt; aus der Wunde an ſeinem rechten Arme träu⸗ felte im Gehen Blut herab; geräuſchlos ſchritt er die Kirche entlang— er kam an den Altar— links von demſelben war ein kleines Zimmer zum Dienſte, oder Abtreten des Prieſters. Dahin nahm er ſeinen Weg. Rienzi's Herz erfüllte ſich einen Augenblick mit Zweifeln.
„Nimm Dich in Acht,“ flüſterte er;„das ge⸗ ringſte Zeichen von Verrath, und Du biſt das erſte Opfer!“
Wieber nickte der Mörder und ſchriit weiter. Sie traten in das Gemach, und dann deutete der ſelt⸗ ſame Führer des Tribuns auf ein offenes Fenſter. „Seht, hier kam ich herein,“ ſagte er;„und gehe, wenn Ihr erlaubt, auch wieder da hinaus——“
„Der Froſch kommt nicht ſo leicht aus dem Brun⸗ nen, wie hinein, Freund,“ erwiderte Rienzi lächelnd. „Und wenn ich nun meine Wächter nicht rufen ſoll, was ſoll ich mit Dir thun?“
„Laß mich gehen, ſo werde ich Dich morgen auf⸗ ſuchen, und wenn Du mich ſchön bezahlſt und mir verſprichſt, daß Du mir Nichts an Leib und Leben thun willſt, ſo liefere ich Deine Feinde, die mich ge⸗ dungen, in Deine Gewalt.“
Rienzi konnte ſich bei dieſem Vorſchlage eines leichten Lächelns nicht enthalten, faßte ſich aber und ſagte:„Und wie, wenn ich meine Leute rufe und Dich ihrer Obhut übergebe?“
„So übergibſt Du mich Deinen Feinden und de⸗ nen, die mich gedungen; und in der Verzweiflung
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