Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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ihn noch immer mit der einen Hand an der Schulter feſthielt, immer noch aber den Dolch an ſeine Kehle ſetzte.Ließ Dich meine Schildwache ein? Die Kirche hat, dünkt mich, nur einen Eingang.

Nein, dieſe nicht; folge mir, ſo will ich Dir mehr ſagen.

Hund! Du haſt Mitſchuldige?

Wenn auch, ſo hälſt Du ja den Dolch an meine Kehle?

Möchteſt Du entwiſchen?

Ich kann nicht, wenn ich auch möchte.

Rienzi betrachtete bei dem matten Schein der Lumpe den Mörder ſcharf. Sein rohes, gemeines Ge⸗ ſicht, ſeine grobe Kleidung und ausländiſche Sprache ſchienen ihm hinlängliche Beweiſe, daß er nur von Anderen gedungen war; und es war vielleicht klug, einer gewiſſen, vorhandenen Gefahr zu trotzen, um vielen zukünftigen und unvorhergeſehenen Gefahren vorzubeugen. Ueberdies war Rienzi bewaffnet, ſtark, behend, in voller Jugendkraft; und im ſchlimm⸗ ſten Falle war kein Ort in der Kirche, von wo aus nicht ſeine Stimme die Leute in der Kapelle errei⸗ chen konnte wenn er ſich auf ſie verlaſſen konnte.

So zeige mir denn die Stelle und Mittel, durch welche Du hereingekommen, ſagte er;und wenn ich den geringſten Verdacht ſchöpfe, während wir da⸗ hin gehen ſo ſtirbſt Du? Nimm die Lampe auf.

Der Schurke nickte mit dem Kopfe; mit ſeiner linken Hand faßte er die Lampe, wie ihm befohlen war; Rienzi's Fauſt hielt ſeine rechte Schulter ge⸗