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kreuzte— er ſchlich herbei— er bewegte ſich, aber ohne ein Geräuſch,— er huſchte von Pfeiler zu Pfeiler— endlich blieb er hinter der dem Bette des Tribunen zunächſt hefindlichen Säule ſtehen— und hielt hier ſtille.
Rings umher wurden die Schatten immer dunkler; die Stille ſchien immer tiefer zu werden; der Mond war verſchwunden, und außer dem kämpfenden Strahl der Lampe neben Rienzi, bedeckte ſchwarze Nacht die feierliche, geiſterhafte Stätte.
In einer der Seitenkapellen, die bei den vielen Veränderungen, welche die Kirche erlitten, wahr⸗ ſcheinlich längſt zerſtört wurde, waren, wie ich ſchon oben bemerkte, die wenigen Begkeiter des Tribuns. Savelli allein ſchlief nicht; athemlos und horchend blieb er aufrecht ſitzen, während die hohen Kerzen der Kapelle den raſchen Wechſel ſeiner Züge noch auffallender machten.
„Jetzt gebe der Himmel,“ ſagte er,„daß es dem Burſchen nicht mißglückt! Eine ſolche Gelegenheit kehrt nicht leicht wieder! Er hat einen ſtarken Arm und ohne Zweifel eine geübte Hand; aber der An⸗ dere iſt ein kräftiger Mann. Iſt die That einmal vollbracht, ſo gilt es mir gleichviel, ob der Thäter entkommt, oder nicht; im letzteren Falle, nun da müſſen wir ihn erdolchen! Todte Männer erzählen Nichts weiter. Im ſchlimmſten Falle— wer kann Rienzi rächen? Es gibt keinen zweiten Rienzi! Wir und die Frangipani beſetzen den Aventin, die Colonna und Orſini die übrigen Stadttheile, und


