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Das Gefolge von Baronen, Pagen und Käm⸗ merlingen zog ſich in eine kleine Seitenkapelle der Kirche zurück, wo ſie von Rienzi, der allein blieb, nicht geſehen werden konnten. Eine einzige neben ſeinem Bette ſtehende Lampe kämpfte mit den düſtern Strahlen des Mondes, der durch die hohen Fenſter über Flügel und Pfeiler ſein„dämmernd frommes Licht“ goß. Die heilige Stätte, die feierliche Stunde und das einſame Schweigen umher waren ganz geeignet, die hohe, ernſte Stimmung dieſes Sohnes des Glückes noch zu heben. Viele erhabene Ideen ſchwehten an ſeinem Geiſte vorüber— die bald auf weltliche Beſtrebungen, bald auf erhabenere, aber ungebildete Vorſtellungen ſich be⸗ zogen, bis er endlich, ermüdet von ſeinen eigenen Gedanken ſich auf das Bett warf. Eine Vorbedeu⸗ tung, welche zu erwähnen die ernſtere Geſchichte nicht verabſäumte, war, daß in dem Augenblick, wo er ſich auf das neu für dieſe Gelegenheit bereitete Lager legte, ein Theil deſſelben unter ihm zuſammenbrach; der Vorfall ergriff ihn, er ſprang bleich auf und murmelte einige Worte; aber, als ob er ſich ſeiner Schwäche ſchämte, legte er ſich nach einer kleinen Weile wieber zur Ruhe und zog die Vorhänge um ſich her zuſammen.
Die Mondſtrahlen wurden mit der vorrückenden Zeit immer ſchwächer und ſchwächer, und die ſcharfe Unterſcheidung von Licht und Schatten verſchwand gänzlich auf dem Marmorboden, als hinter einer Säule in der fernſten Ecke des Gebäudes hervor ein ſeltſamer Schatten plötzlich das krankhafte Licht durch⸗
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