Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Anbeutung mit Neugierde und Freude, während Dieje⸗ nigen, welche durch Ceceo vel Veechiv ſchon einigermaßen vorbereitet waren, ſie als ein Vorzeichen von der un⸗ wandelbaren Entſchloſſenheit ihres Tribuns begrüßten. Die Menge zerſtreute ſich mit ausnehmender Ruhe und Ordnung; bemerkenswerth war, daß unter einem ſo großen Zuſammenlaufe von Menſchen aller Art keinerlei Zügellofigkeiten, oder Streitigkeiten vorkamen. Einige von den Baronen und Rittern, unter ihnen Luca di Savelli, deſſen geſchmeidige Höflichkeit und ſarkaſtiſche Laune dem Tribunen gefiel, blieben nebſt einigen untergeordneten Dienern und Pagen allein da; und außer einer einzigen Schildwache an dem Thore bot der große Platz vor dem Palaſte, der Baſilika und der Quelle Conſtantins, dem traurigen Mond⸗ lichte bald eine ſchweigende, verlaſſene Ode dar. In der Kirche empfing nach der Sitte der damaligen Zeit der Abkömmling der teutoniſchen Könige den Orden des heiligen Geiſtes. Sein Stolz, oder ein ebenſo unmännlicher, obwohl mehr entſchuldbarer Aber⸗ glaube verleitete ihn, in dem Porphyrgefäße zu baden, das eine abgeſchmackte Legende dem Conſtantin zuſchrieb, und dies kam ihm, wie Savelli vorherſagte, theuer zu ſtehen. Nachdem die vorgeſchriebenen Ceremonien be⸗ endigt waren, wurden ſeine Waffen in den Theil der Kirche zwiſchen den Säulen des heiligen Johannes ge⸗ bracht. Hier wurde auch ſein Prachtbett aufgeſchlagen.

* In einem mehr nördlichen Lande hätte man den Abend vor der Ritterweihe ohne Schlaf zugebracht; in Italien ſcheint die Ceremonie der Waffenwache nicht ſo ſtreng beobachtet

worden zu ſein. Bulwer, Rienzi. I. 25