Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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udolph eſchluß

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Nina und Irene; dann kam der Tribun und der Vikar des Papſtes, umgeben von allen Großen der Stadt, die Erbitterung, Haß und Rache kochten, aber gleich⸗ wohl ſich ſtritten, wer dem Helden des Tages zunächſt gehen dürfe. Allein der hochmüthige alte Colonna hielt ſich ferne und folgte auf kleinem Abſtande in einer abſichtlich einfachen Kleidung. Aber ſein Alter, ſein Stand, ſeine frühere Berühmtheit in Krieg und Staatsgeſchäften waren nicht hinreichend, ſeinen grauen Locken und ſeiner vornehmen Miene auch nur einen der Freudenrufe zuzuwenden, welche dem niedrigſten Manne zu Theil wurden, den der große Tribun an⸗ lächelte. Savelli ging zunächſt bei Rienzi, der Ge⸗ ſchmeidigſte unter der höfiſchen Schaar; unmittelbar vor dem Tribun gingen zwei Männer, deren einer ein gezogenes Schwert, der andere den Pendone oder die Fahne trug, welche gewöhnlich königliche Würde be⸗ zeichnet. Der Tribun ſelbſt trug ein langes Gewand von weißer Seide, deren ſchneeweißen Glanz(miri candoris) der Geſchichtſchreiber beſonders erwähnt, reich mit Gold verziert, während auf ſeiner Bruſt viele jener myſtiſchen Symbole hingen, von denen ich oben geſprochen, deren eigentliche Bedeutung vielleicht allein demjenigen bekannt war, der ſie trug. In ſeinem dunkeln Auge und auf der breiten, ruhigen Stirne, in welcher die Gedanken gleich einem Sturme zu ſchlummern ſchienen, konnte man leſen, wie wenig Antheil ſein Geiſt an dem ihn umgebenden Pomp nehme; aber hie und da nahm er ſich zuſammen und ſprach abwechſelnd mit Raimund oder Savelli.