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denn die Berathung einer halben Stunde mit Rudolph vem Sachſen reichte hin, den Gedanken zum Beſchluß zu reifen.
Fünftes Kapitel. Die Nacht und ihre Vorfälle.
Mit dem Anbruche der nächſten Dämmerung wurde Rom zu dem Beginn des prachtvollſten Schauſpieles zuſammengerufen, das die kaiſerliche Stadt ſeit dem Falle der Cäſaren geſehen. Es war ein beſonderes von dem römiſchen Volke ſich angemaßtes Vorrecht, ihren Bürgern die Ritterwürde zu ertheilen. Zwanzig Jahre früher hatte ein Colonna und ein Orſini dieſe Ehre vom Volke empfangen. Rienzi, der es als das Vorſpiel zu einer wichtigeren Ceremonie betrachtete, verlangte von den Römern dieſelbe Auszeichnung für ſich. Vom Capitol bis zum Lateran zog in langer Prozeſſion alles, was Rom Evles, Schönes und Tapfe⸗ res aufzuweiſen hatte. Zuerſt kamen zahlloſe Reiter aus allen Nachbarſtaaten Italiens in einer für die Gelegenheit paſſenden Tracht. Trompeter und Spiel⸗ leute aller Art folgten— die Trompeten waren von Silber; Jünglinge trugen die mit Gold eingelegte Rüſtung des ritterlichen Streitroſſes, und ihnen folgte ein Zug der vornehmſten Frauen Roms, deren Schau⸗ luſt und vielleicht auch Bewunverung des triumphi⸗ renden Ruhmes(der bei den Weibern manchen Anſtoß ausgleicht) ſie die gedemüthigte Größe ihrer Gatten vergeſſen ließ; unter dieſen verdunkelten glle andern
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