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„Ja, ja, der Schurke. Was will er wohl mit dieſem neuen Einfall?“ ſagte der wilde Fürſt Orſini.
„Wenn es ihm nicht um das Recht des Ritterz iſt, einen Adeligen zu fordern,“ ſagte der alte Cv⸗ lonna,„ſo kann ich mir nichts benken. Wird Rom dieſes Narren nie ſatt werden?“
„Rom iſt noch ein größerer Narr, als er,“ ſagte Luca di Savelli;„aber mich dünkt, der Tribun hat in ſeiner Ausgelaſſenheit eien Fehler begangen, den wir in Avignon gut benützen können.
„Ha,“ rief der alte Colonna,„das muß unſer Spiel ſein; hier unthätig, laßt uns in Avignon ſechten.“
„Mit einem Worte denn, er hat befohlen, man ſolle ihm ein Bad in dem heiligen Porphyrgefäß he⸗ reiten, in welchem einſt der Kaiſer Conſtantin badete.“
„Entweihung! Entweihung!“ rief Stephan.„Dies iſt genug, um eine Bannbulle zu rechtfertigen. Der Papſt ſoll es erfahren. Ich werde ſogleich einen Boten abſchicken.“
„Beſſer, wir warten und ſehen die Ceremonie mit an,“ ſagte der Savelli; eine noch größere Thor⸗ heit wird die Feierlichkeit ſchließen, vas ſeid verſichert.“
„Hört Ihr, meine Herren,“ ſagte das grimmige Oberhaupt der Orfini;„Ihr ſeid für Aufſchub und Vorſicht, ich bin für Eile und Wagniß; das Blut meines Vetters ſchreit laut und duldet keine Unter⸗ handlungen.“
„Und was thun?“ fragte Sabelli mit ſanfter Stimme, „ohne Soldaten fechten gegen zwanzigtauſend wüthende Römer?— ich nicht!“
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