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vurch einen Glauben an die Gunſt und den Beiſtand des Himmels geſtärkt. So mochte ihn Selbſttäuſchung verſuchen und verleiten, auch Andere zu täuſchen, und er nahm wohl keinen Anſtand, ſich des Vortheiles zu bedienen, das zu ſcheinen, was er ſelbſt zu ſein glaubte. Doch verleitete ihn ohne Zweifel dieſe be⸗ rauſchende Leichtgläubigkeit zu einer ſeines nüchternen Verſtandes unwürdigen und mit demſelben ſeltſam eontraſtirenden Ausſchweifung und ließ ihn das Ver⸗ hältniß ſeines unſicheren Mittels zu ſeinen unge⸗ heuren Zwecken außer Augen ſetzen, in der ſtolzen Täuſchung, daß, wo der Menſch zu ſchwach ſei, Gott ins Mittel trete. Cola di Rienzi war kein fehler⸗ freier Romanheld. In ihm lagen, in ſich bekäm⸗ pfendem Ueberfluſſe, die reichſten und widerſtreitendſten Charakterelemente; hoher Verſtand, von Geſichten ge⸗ plagter Aberglaube, eine Beredſamkeit und eine That⸗ kraft, die Alle bezwangen, denen er ſich nahte, ein
blinder, ihn ſelbſt überwältigender Enthuſiasmus;
ueppigkeit und Enthaltſamkeit, Trotz und Empfäng⸗
lichkeit, Stolz gegen die Großen, Freundlichkeit ge⸗
gen die Niederen; der hingebendſte Patriotismus un das gierigſte Verlangen nach perſönlicher Macht. Wie wenige Männer ohne außerordentliche Körperkraft
große und verzweifelte Entwürfe unternehmen, 1 kann man auch bei den Meiſten, die ſich zu einer bedeutenden Höhe über den gewöhnlichen Haufen em porgeſchwungen haben, bisweilen einen Hang zur Ausgelaſſenheit und eine Elaſtieität des Humors be⸗
merken, welche oft nüchterne und geregeltere Geiſter,
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