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maligen Pracht, bei dem Dichter der idealen, geiſtigen Anmuth jener Zeit galt!
Wie wenn er zeigen wollte, daß er nicht eine gemeine, ſinnliche Lüſternheit befriedige, beobachtete der Trihun mit in ſeiner Pracht, wenn die Tafel unter den Leckerbiſſen aller Zonen ſeufzte, wenn die Becher munter kreisten, eine gemäßigte, ſogar ſtrenge Enthaltſamkeit.*
Während die Prunkgemache und das Zimmer ſei⸗ ner Gattin mit verſchwenderiſchem Lurus und Koſt⸗ barkeit geſchmückt waren, ſo nahm er in ſeine eige⸗ nen Zimmer genau die Ausſtattung mit, an die er ſich während ſeines eingezogenen Lebens gewöhnt hatte, Die Bücher, die Käſten, die Reliefs, die Wappen, welche ihn früher mit Geſichten der Vergangenheit begeiſtert hatten, waren ihm durch Erinnerungen lieb geworden, die er nicht gern verlor.
Was aber den ſonderbarſten Zug ſeines Charak⸗ ters ausmachte und noch immer Alles um ihn her in ein gewiſſes Geheimniß hüllt, war ſein religis⸗ ſer Enthuſiasmus. Die kühnen, aber verworrenen Lehren Arnolds von Brescia, der einige Jahre vor⸗
her die Reformation gepredigt, aber auf Myſtieis⸗
mus hingearbeitet hatte, waren zu Rom noch immer im Andenken und hatten ſich in Rienzi's früher Ju⸗ gend ſeinem Geiſte eingeprägt; und wie ich ſchon oben bemerkte, ſein jugendlicher Hang zu träumeri⸗ ſchen Gedanken, der traurige Tod ſeines Bruders,
* Vita di Cola di Rienzi.— Der Blograph rühmt die Ent⸗ haltſamkeit des Tribuns.
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