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dieſe Schauſpiele, wenn auch in einem aufgeklärteren Zeitalter und von Stubengelehrten anders beurtheilt, viel dazu bei, das Anſehen des Tribuns im Auslande zu vergrößern und den Stolz eines wankelmüthigen, prahleriſchen Volkes zu kitzeln. Der Geſchmack ver⸗ feinerte ſich, der Lurus nahm die Arbeit in Anſpruch und Fremde von allen Staaten wurden durch den Glaaz eines Hofes herbeigezogen, an welchem unter repu⸗ blikaniſchem Namen ein fürſtliches Paar regierte, jung“ und glänzend, das Eine berühmt wegen ſeines Geiſtes, das Andere wegen ſeiner Schönheit. Es war wirklich ein glänzender, königlicher Traum in Roms langer Nacht, das ſeines Papſtes und deſſen üppiger Hof⸗ haltung entbehrte— dieſe Feiertagsregierung des Cola di Rienzi! Oft nachher erinnerte man ſich mit einem Seufzer, der nicht nur bei den Armen ſeiner Gerech⸗ tigkeit, bei dem Kaufmann der unter ihm herrſchenden Sicherheit, ſondern auch bei dem Galanten der da⸗ *Rienzi ſpricht in einem ſeiner Briefe von ſeinem großen Unternehmen und ſchreibt es der Hitze der Jugend zu. Das genaue Datum ſeiner Geburt iſt nicht bekannt; gewiß aber war er zu der Zeit, von der wir ſprechen, ein junger Mann. Sein Bildniß in dem Muſeo Barberino, nach welchem in dem erſten Buche des vorliegenden Werkes ſeine Schilderung entworfen wurde, ſtellt ihn ohne Bart dar und, ſo viel man urtheilen kann, etwa in einem Alter von dreißig Jahren— alt genug, um einen Bart zu haben; ſieben Jahre ſpäter trug er einen langen Bart, der ſeinem naiven Biographen ſehr mißfiel, welcher es als ein Ver⸗ brechen anzuſehen ſcheint. Der Kopf iſt ſehr merkwürdig wegen ſeiner ernſten Schönheit und bleibt wenig, wenn überhaupt, hinter dem von Napoleon zurück, mit dem er, wie ich ſchon oben be⸗ merkte, einige Aehnlichkeit im Ausdrucke, wenn nicht in den einzelnen Zügen hat. Bulwer, Rienzi. I. A


