Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Mauern einer Stadt und verlangten gegen Zuſicherung des Friedens ungehenere Summen. Weder Tyrannen noch Freiſtaaten waren ſtark genug, um ihnen Wider⸗ ſtand zu leiſten, und wenn man andere nordiſche Söld⸗ linge gegen ſie aufbot, ſo war dies nur, um die Fahnen der Freibeuter durch Ausreißer zu verſtärken. Söldner focht nicht gegen Söldner der Deutſche nicht gegen den Deutſchen: größerer Lohn und erlaubte Plünderung verlieh den Zelten derCompagnieen einen weit größeren Reiz, als der geregelte Sold einer Stadt, oder die ſchwerfällige Feſtung und die verarmten Kaſ⸗ ſen eines Oberhauptes. Werner, der unverſöhnlichſte und wildeſte von dieſen Abenteurern, der in ſeiner Verworfenheit ſo weit gegangen war, daß er auf ſei⸗ ner Bruſt eine Silberplatte mit der Inſchrift trug, Feind Gottes, des Mitleids und der Gnade, hatte vor nicht langer Zeit die Romagna mit Feuer und Schwert heimgeſucht. Aber entweder durch Geldrück⸗ ſichten beſtimmt, oder nicht im Stande, die kühnen Räuber, die er auf die Beine gebracht, zu beherr⸗ ſchen, führte er in der Folge den Kern ſeiner Truppen nach Deutſchland zurück. Gleichwohl blieben kleine, im ganzen Lande zerſtreute Abtheilungen zurück, die nur auf einen geſchickten Führer warteten, der ſie wieber vereinigte; unter denen, welche zu dieſem Ge⸗ ſchäfte am geeignetſten ſchienen, war Walter von Montreal, ein Ritter des heiligen Johannes und Edelmann aus der Provence, deſſen Tapferkeit und militäriſcher Geiſt trotz ſeiner Jugend ſeinen Namen bereits fürchterlich berühmt gemacht hatten; ſein Ehr⸗

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