Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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ſie waren beſſer geordnet, im Dienſt diſeiplinir⸗ ter und in Führung der Waffen geſchickter, als der freieſte Italiener jener Zeit; ſo vereinigten ſie in ſich richterliche und militäriſche Gewalt nicht zum Schutze, aber zu dem Verderben Roms. Zu den mächtigſten unter dieſen Adeligen gehörten die Orſini und die Colonna; ohne Unterlaß dauerten die ſich vererben⸗ den Fehden, und jeder Tag war Zeuge von den Er⸗ gebniſſen ihrer geſetzloſen Zwiſte durch Blutvergießen, Entführungen und Feuersbrünſte. Schmeichelei oder Zuneigung von Petrarka, welchem nur zu leicht von den neueren Geſchichtſchreibern geglaubt wurde, legt den Colonna, namentlich zu der Zeit, von der wir ſprechen, eine Anmuth und eine Würde bei, die ihnen nicht eigen war. Gewaltthaten, Betrug, Mord, ſchmutzige Habſucht bei für ſich in Anſpruch genommenen öffent⸗ lichen Amtern, übermüthige Bedrückung ihrer Mit⸗ bürger und feige Kriecherei gegen Mächtigere, mit nur wenigen Ausnahmen, bilden Haupicharakterzüge der erſten Familie Roms. Aber reicher, als der übrige Adel, waren ſie üppiger und vielleicht auch verſtän⸗ viger; ihr Stolz wurde dadurch noch geſchmeichelt, daß ſie Beſchützer von Künſten wären, in welchen ſie ſelbſt nie eine Fertigkeit erlangen konnten. Von die⸗ ſen zahlloſen Unterdrückern wandten ſich die römiſchen Bürger mit heftigem und ungeduldigem Bedauern zu ver unbeſtimmten und dunkeln Vorſtellung von einſti⸗ ger Freiheit und Größe. Sie vermiſchten die Zeiten des Kaiſerreiches mit denen der Republik und betrach⸗ teten den teutoniſchen König, der jenſeits der Alpen

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