Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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des alten Nobili, rang die Hände und rief in kaum verſtändlichen Tönen aus:Es iſt mein Bruder, ed⸗ ler Stephan, ein Knabe, ein reines Kind! das beſte das ſanfteſte! Seht, wie ſein Blut ſich mit dem Graſe miſcht; zurück, zurück die Hufe Enrer Pferde treten in des Blutes Strom! Gerech⸗ tigkeit, o, Herr, Gerechtigkeit! Ihr ſeid ein mächtiger Mann!

Wer erſchlug ihn? ein Orfini ohne Zweifel; es ſoll Gerechtigkeit Dir werden.

Dank, tauſend Dank, murmelte Rienzi, wankte wieder zu ſeinem Bruder, hob das Antlitz von dem Graſe auf und wollte die Schläge ſeines Herzens fühlen; eilig zog er ſeine Hand zurück, denn ſie war blutroth, hob ſie in die Höhe und rief laut:Ge⸗ rechtigkeit! Gerechtigkeit!

Die um den alten Stephan Colonna verſammelte Gruppe wurde, obwohl an ſolche Auftritte gewöhnt, von dem Anblicke ergriffen. Ein hübſcher Knabe, dem dicke Thränen über die Wangen rollten, und der heut neben Colonna ritt, zog ſein Schwert:Herr, ſagte er halb ſchluchzend,nur ein Orſini kann ein ſo unſchuldiges Weſen morden; laſſet uns keinen Au⸗ genblick verlieren, eilen wir den Schurken nach.

Nein, Adrian, nein! erwiderte Stephan, in⸗ dem er die Hand auf des Knaben Schulter legte, Dein Eifer iſt lobenswerth, aber wir müſſen uns vor einem Hinterhalte hüten. Unſere Leute haben ſich zu weit gewagt. Heda! blaſet zum Rück⸗ zuge.

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