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hinunter. Favart blieb ſtehen und flüſterte dem Manne, den er Gilbert genannt, haſtig zu:„Folgen Sie mir, folgen Sie dicht hinter mir bis zur Thür des Kellers— ſtellen Sie acht Mann auf, ſo daß ſie meine Pfeife hören können, und wenden dann die Axte an. Wenn Sie die Pfeife hören, ſo brechen Sie ein, wenn nicht, ſo bin ich ſicher und es bleibt bei dem erſten Befehl, den Anführer in ſeinem Zimmer gefangen zu nehmen.“
Mit dieſen Worten ſchvitt Favart ſeinem Begleiter nach. Die Thür eines großen, unheimlich ausſehenden Hauſes war nur angelehnt— ſie traten ein— gingen unbeläſtigt über einen Hofplatz— ſtiegen eine Treppe hinunter— der Führer öffnete die Thüre eines Kellers und zog eine Blendlaterne unter ſeinem Mantel hervor. Als er dieſelbe öffnete, ſiel das trübe Licht auf Wein⸗ fäſſer, die den ganzen Raum auszufüllen ſchienen. Der Führer rollte eins von denſelben auf die Seite, er⸗ hob eine Fallthür und ſenkte ſeine Laterne.„Treten Sie ein,“ ſagte er, und die beiden Männer verſchwanden.
Die Falſchmünzer waren bei ihrer Arbeit. Ein Mann ſaß auf einem Stuhle vor einem Pult und trug Berechnungen in ein großes Buch. Dieſer Mann war Wilhelm Gawtrey. Indeſſen ging die Maſchinerie des finſteren Gewerbes mit der raſchen Präeiſion revlicher Arbeiter in verſchiedenen Abtheilungen vor ſich. Ab⸗ geſondert und allein ſaß Philipp Morton am Ende eines langen Tiſches. Die Wahrheit überſtieg ſeinen ärgſten Verdacht. Er hatte eingewilligt, den Eid ab⸗ zulegen, nichts zu entvecken, was er ſehen werde; und als man ihn in das Gewölhe geführt und di


