daß ich der Verräther bin. Mein Leben wäre keinen Strohhalm werth. Wenn Sie ſich nur durch Ihre Verkleidung geſichert halten, ſo iſt Alles recht. Sie ſehen ſie bei ihrer Arbeit— Sie erkennen ihre Per⸗ ſonen— Sie können beim Verhör gegen ſie zeugen — ich habe Zeit, Frankreich zu verlaſſen.“
„Gut, gut! Wie Sie wollen.“
„Bedenken Sie, daß Sie in dem Gewölbe bei ihnen bleiben müſſen, bis ſie anseinander gehen. Wir haben Ihre Leute ſo aufgeſtellt, daß ſie, welchen Weg ſie auch nehmen, ſogleich und in der Stille können ergriffen werden. Der tapferſte und liſtigſte von Allen, der ſich ihnen erſt kürzlich angeſchloſſen, iſt ſchon ihr Anführer, und dieſen müſſen Sie, wenn er zurück⸗ gekehrt iſt, in ſeinem Bette ergreifen. Sie erinnern ſich, daß er im ſechsten Stock zur Rechten wohnt: hier iſt der Schlüſſel zu ſeiner Thür. Er iſt ein Rieſe an Kraft, und man wird ihn nimmer lebendig ge⸗ fangen nehmen können, wenn er auf und bewaffnet iſt.“
„Ah, ich verſtehe!— Gilbert!“— und Favart wendete ſich zu einem ſeiner Begleiter, der noch nicht geſprochen hatte—„nehmen Sie drei Leute mit, wie ich Ihnen ſagte— der Portier wird Sie einlaſſen, das iſt abgemacht. Machen Sie kein Geräuſch. Wenn ich nicht bis vier Uhr zurückkehre, ſo warten Sie nicht auf mich, ſondern ſchreiten ſogleich zum Werk. Sehen
Sie nach Ihren Gewehren. Nehmen Sie ihn lebendig
gefangen, wenn es möglich iſt— im ſchlimmſten Falle todt. Und nun, mein Freund, führen Sie mich!“ Der Verräther nickte und ging langſam die Straße


