Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

gerufen wurde, wo er ſich beſchäftigt hatte, ein Netz für ſeine Kohlköpfe zu ſtricken. Der Bote war ein kleiner, weißköpfiger Knabe, der ihm zu ſagen kam, es ſei ein Herr im Gaſthauſe, der ihn ſogleich zu ſprechen wünſche ein fremder Herr, der noch nie vorher da geweſen.

Herr Price warf ſein Netz nieber, ergriff ſeinen Hut und war in weniger als fünf Minuten in dem beſten Zimmer des kleinen Gaſthauſes.

Die Perſon, die ſeiner dort wartete, war ein Mann, der, obgleich er einen einfachen Jagdrock von Man⸗ cheſter trug, eine viel vornehmere Miene und Aus⸗ ſehen hatte, als die gewöhnlichen Fußreiſenden, welche A' beſuchten. Er war groß und von jener athletiſchen Geſtalt, die im ſpäteren Alter häufig in Korpulenz ausartet. Zu dieſer Zeit war er indeß in der Blüte ſeiner Mannesjahre, und die weite Bruſt, die mus⸗ kulöſen Glieder, die ſich in der einfachen und männ⸗ lichen Kleidung ſehr vortheilhaft zeigten, mußten jene allgemeine Bewunderung erregen, die bei dem einen Geſchlecht der Stärke und bei dem andern der Zart⸗ heit gezollt wird. Der Fremde ging ungeduldig in dem kleinen Zimmer auf und ab, als Price eintrat, und dann wendete er zu dem Geiſtlichen ein ſchönes und ausvrucksvolles Geſicht, welches indeß einnehmender war wegen ſeines Ausdrucks der Offenheit als wegen der Regelmäßigkeit ſeiner Züge. Er blieb plötzlich ſtehen, ſtreckte ſeine Hand aus und ſagte mit heiterem Lachen, als er den abgeſchabten und unordentlichen Anzug des Geiſtlichen überblickte:Mein armer Caleb! welch