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Godolphin : ein Roman / von Eduard Lytton Bulwer. Übers. von Franz Kottenkamp];; Bd. 5
Entstehung
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Prief von Conſtanze, Grüfin von Erpingham, an*** Im Auguſt 1832.

Ich habe das Werk geleſen, welches Sie nach den Ihrer Sorgfalt übergebenen Papieren und nach Ihrer genauen Kenntniß der behandelten Perſonen ge⸗ ſchrieben haben Sie haben in vielen Punkten meine Wünſche mit ſehr glücklichem Erfolge erfüllt. Einer⸗ ſeits habe ich das Verlangen gehegt, daß der Welt eine Geſchichte möchte übergeben werden, woraus ſich ſo tiefe und, wie ich feſt glaube, ſo heilſame Lehren ableiten laſſen; andererſeits habe ich gewünſcht, daß ſie ſo eingekleidet ſein möchte, daß die wahren Per⸗ ſonen in dem Drama auf immer ein Geheimniß bleiben müſſen. Beides haben Sie erreicht. Ich halte es für

unmöglich, daß Jemand das Buch leſen kann, ohne

die Wahrheit der Moral lebhaft zu empfinden, die es enthält, und ohne an tauſend untrüglichen Zeichen zu erkennen, daß ſie wirklich und nicht erdichtet iſt. Dennoch haben Sie durch einige unbedeutende Ver⸗ änderungen und Zuſätze jene Verheimlichung der Na⸗ men und Perſonen möglich gemacht, die man nicht weniger den Lebenden als der Erinnerung der Todten ſchuldig iſt.

So weit danke ich Ihnen von Herzen; doch in einer Hinſicht haben Sie gänzlich gefehlt. Sie haben dem edlen Charakter, den Sie unter dem Namen Go⸗ volphin ſchildern wollten, keine Gerechtigkeit wider⸗ fahren laſſen; Sie haben ſein Bild mit einem rauhen und granſamen Pinſel gemalt; Sie haben ſich ſo aus⸗