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Godolphin : ein Roman / von Eduard Lytton Bulwer. Übers. von Franz Kottenkamp];; Bd. 5
Entstehung
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Zündet die Fackeln an! rief der Zigeuner und in wenigen Augenblicken war das Ufer von mehren Kienfackeln beleuchtet, die aber bald vom Regen er⸗ loſchen; doch bemerkten ſie bei dem augenblicklichen Lichte, wie das edle Thier fortſchwamm und wie Gy⸗ dolphin, der ſeinen Irrthum bemerkte, daſſelbe zu der Furth hinlenkte. Mehr konnten ſie nicht ſehen, riefen aber Godolphin zu, an den Ort zurückzukehren, wo er ſich hineingeſtürzt, und einige Minuten ſpäter hörten ſie, wie das Pferd einige Schritte weiter oberhalb an dem ſteilen und hohen ufer hinaufarbeitete und die Aſte zerbrach, die das ufer bekleideten. In demſelben Augenblick glaubten ſie auch zu vernehmen, wie etwas Schweres ins Waſſer fiel; doch dachten ſie, es ſei eine Erdſcholle oder ein Stein geweſen und kehrten in der Meinung zu ihrem Zelte zurück, der Reiter ſei glücklich der Gefahr entronnen, in die er ſich geſtürzt. In der⸗ ſelben Nacht kam Godolphin's Roß vor dem Thore der Priorei an, wo Conſtanze unruhig, bleich und athemlos dem Ungewitter ausgeſetzt ſtand und die Rück⸗ kehr Godolphin's oder der nach ihm ausgeſendeten Boten erwartete.

Bei Tagesanbruch wurde ſeine Leiche am ufer bei der Furth gefunden, und eine Quetſchwunde an der Schläfe ließ vermuthen, daß er beim Hinanklimmen einen Schlag von einem überhängenden Baumzweige erhalten, der ihn ins Waſſer geſtürzt.