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Neben einem Fluſſe, den der Regen bereits an⸗ geſchwellt hatte, war ein Zigeunerlager, und als einige von der gebräunten Bande, die vielleicht die Rückkehr ihrer Genoſſen von irgend einem Raubzuge erwarte⸗ ten, ſich über das flackernde Feuer beugten, welches ſie angezündet hatten, bemerkten ſie den Reiter, der ſich raſch dem Strome näherte.
„Seht mir den Kerl,“ rief einer von der Bande, „es iſt derſelbe, der in der Dämmerung weiter oben durch die Furth ritt. Er hat einen kürzeren Weg ein⸗ geſchlagen, der Wagehals! und wird weiter hinauf müſſen, wenn er die Furth erreichen will. Hübſches Wetter zum Spazierenreiten!“
„Seht!“ ſagte ein altes Weib,„wenn wir das Bittere des Windes und Regens koſten, behagt es mir, dergleichen zu ſehen; es iſt nur eine Meile bis zur Furth. Ich wollte es wären zwanzig.“
„Halloh!“ rief der Erſtere;„der Narr geht ins Waſſer. Er wird erſaufen wie eine Ratte; das ufer iſt zu ſteil und rauh vrüben, daß Mann oder Pferd dort ans Land kommen könnten. Halloh!“ Und in dem peinlichen Gefühl, welches auch der Hartherzigſte empfindet, wenn er einen Andern in drohender Ge⸗ fahr erblickt, eilte der Zigeuner in die Sturmnacht hinaus und rief dem Reiſenden zu, anzuhalten. Einen Augenblick fuhr Godolphin's Roß vor dem rauſchen⸗ den Waſſer zurück; tiefe Dunkelheit lag auf dem Strome und der Reiter ſah nicht die Höhe des jen⸗ ſeitigen Ufers. Der Ruf des Zigeuners ſchallte ihm im Ohr gleich dem Geſchrei der Geſtorbenen, die er


