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Godolphin : ein Roman / von Eduard Lytton Bulwer. Übers. von Franz Kottenkamp];; Bd. 5
Entstehung
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öffentlichen Geſchäfte dürfe nicht auf Koſten meines Privatwohlſtandes ermuthigt werden. Sie antworteten, ſie wollten ſich verbindlich machen, für dieſen Privat⸗ wohlſtand zu ſorgen. Ich gab nach; ich verließ meine Profeſſion; ich gehorchte ihren Wünſchen; ich wurde berühmt und ein ruinirter Mann! Sie konnten ohne mich weder zu Mittag noch zu Abend ſpeiſen; ſie konnten ſich nicht ohne mich betrinken; kein Ver⸗ gnügen war ſüß als in meiner Geſellſchaft. Was lag daran, daß ich, während ich ihren Vergnügungen diente, Schulden auf Schulden häufen mußte mir Elend für künftige Jahre bereitete mir Bankerot und Sorgen, Scham und ein gebrochenes Herz, und einen frühen Tod zuzog? Aber höre, Conſtanze! Hörſt Du auch? aufmerkſam? Nun, ſo beachte meine Worte! Ich bin ein gerechter Mann. Ich tadle deß⸗ halb nicht meine edlen Freunde, meine gütigen Pa⸗ trone. Nein, wenn ich meine eigenen Intereſſen ver⸗ gaß, wenn ich ihr Vergnügen meinem Glück und meiner Ehre vorzog, ſo war es mein Verbrechen, und ich verdiene die Strafe! Aber ſiehſt Du die Zeit v ging und meine Conſtitution war gebrochen; Schulden drängten mich; ich konnte nicht zahlen; man mißtraute meinem Wort, mein Name kam auf dem Lande in Mißkredit! Mit meiner Geſundheit verließ mich mein Genie; ich war meiner Partei nicht mehr nützlich; ich verlor meinen Sitz im Parlamente; und als ich auf dem Krankenbette lag Du erinnerſt Dich deſſen, Conſtanze da kamen die Gerichtsdiener und ſchleppten mich fort wegen einer unbedeutenden Schuld ſo