Druckschrift 
Godolphin : ein Roman / von Eduard Lytton Bulwer. Übers. von Franz Kottenkamp];; Bd. 5
Entstehung
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Ich erinnere mich noch ſehr wohl des Tages, als ich nach einer ihrer rohen Ausſchweifungen krank war. Krank! ein heftiges Kopfweh ein Anfall von Spleen die Krankheit eines verwöhnten Schoß⸗ hundes! Gut, ich ſollte an jenem Abend eine ihrer winzigen Maßregeln eine ihrer parlamentariſchen Maßregeln unterſtützen. Ein Prinz fühlte mir den Puls, ein Herzog miſchte meinen Trank und ein Dutzend Grafen ſchickten ihre Arzte zu mir. Ich war ihnen damals nützlich! Ich Armer! Lies mir dieſen Brief vor, Conſtanze Flamborvugh's Brief. Zauderſt Du? Lies ihn mir vor, ſage ich!

Conſtanze gehorchte zitternd.-

Mein lieber Vernon!

Ich bin in der That in Verzweiflung, von Ihrem kläglichen Zuſtande zu hören es thut mir leid, daß ich Ihnen nicht helfen kann; aber Sie kennen meine verwickelten Umſtände. Beiläufig geſagt, ich ſprach Seine königliche Hoheit geſtern.Der arme Vernon! ſagte er,ſollten ihm hundert Pfund von einigem Nutzen ſein? Sie ſehen alſo, daß wir Sie nicht vergeſſen, mon cher. Ah, wie haben wir Sie im Beefſteakelub vermißt! Nie werden wir einen ſo capi⸗ talen Bonvivant unter uns haben. Sie würden gelacht haben, wenn Sie gehört hätten, wie L. Ihre alten Scherze zu wiederholen verſuchte. Aber die Zeit drängt: ich muß ins Parlamentshaus. Sie wiſſen, welchen Antrag wir zu erwarten haben. Wollte Gott, Sie ſtellten ihn, anſtatt jenes Eſels T... Adieu! Ich wollte, ich könnte Sie beſuchen; aber es würde mir

Hoo