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herrührte, daß ſie ihre innern Bewegungen nicht zu beherrſchen vermochte.
„Conſtanze,“ ſagte der Kranke nach einer Pauſe⸗ während welcher er mit ruhigem Herzen den ſanften Himmel zu betrachten ſchien, den er, blau und mit Sternen beſät, durch das offene Fenſter ſehen konnte —„Conſtanze, die Stunde iſt nahe; ich bemerke es an Zeichen, die ich nicht verkennen kann. Ich werde dieſe Nacht ſterben.“
„O Gott!— mein Vater!— mein lieber, lieber Vater!“ waren die Worte, die Conſtanzens Lippen entfuhren;„rede— o rede nicht ſo— ich will zum Arzte gehen—“
„Nein, Kind, nein! ich haſſe— ich verabſcheue den Gedanken an Hülfe! Man verweigerte ſie mir, als es noch Zeit war. Ihretwegen konnte ich ver⸗ hungern, oder im Kerker verfaulen, oder mich er⸗ hängen! Sie verließen mich wie einen Hund, und wie ein Hund will ich ſterben! Ich wollte nicht, daß ein Jota von der Gerechtigkeit— von der tödtlichen und verdammenden Wucht meines ſterbenden Fluches hinweggenommen würde.“ Hier unterbrachen heftige Krämpfe die Sprache des Leidenden, und als er durch Arzenei und die Aufmerkſamkeit ſeiner Tochter davon befreit war, ſagte er mit leiſerer und ruhigerer Stimme: „Iſt Alles ſtill unten, Conſtanze? Sind Alle zu Bette— die Wirthin— die Mägde— unſere Hausgenoſſen?“
„Alle, mein Vater.“
„Ach, dann werde ich glücklich ſterben. Gott ſei Dank, Du biſt meine einzige Wärterin und Dienerin⸗


