Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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hatte ektirt, ihren Pen- nes.

nund Zahl men, war lbei chul⸗ Aus⸗ ehen.

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farbe von den feinſten Fleiſch-Tinten, ihr Haar vom gefälligſten Kaſtanienbraun; nicht einmal Herr Worm⸗ wood konnte den geringſten Fehler in den gerundeten, aber ſchlanken und ſymmetriſchen Formen ihrer Geſtalt bemerken. Obgleich noch nicht über fünfundzwanzig Jahre alt, befand ſie ſich in dem Zuſtande, worin eine Frau allein aufhört, abhängig zu ſeyn. Sie war Wittwe von Lord Roſeville, welcher, ungefähr zwei Jahre vorher geſtorben, nur wenige Monate in der Ehe gelebt hatte dieſe Zeit war jedoch für ihn genügend, um ihre Vor⸗ züge ſchätzen zu lernen und ſein Bewußtſein derſelben zu bezeugen: er hinterließ ihr ohne alle Beſchränkungen ſein ganzes, ſehr bedeutendes Vermögen. Sie war gern in der Geſellſchaft von Literaten, machte jedoch keine Anſprüche, zu dem Stande zu gehören. Ihr Benehmen aber bildete ihren Haupt während es von dem jenigen Anderer gänzlich verſchieden war, konnte man dennoch nicht in der geringſten Kleinigkeit entdecken, worin eigentlich der Unterſchied lag; hierin aber wird nach meiner Meinung wahre Probirſtein vollkom mener Erziehung geboten. Während man durch d kung bezaubert wurde, ecie ihr Benehmen ſo wenig hervorragende Beſonderheiten, daß man niemals die1 ſache errathen konnte.

Bitte, ſagte Lord Vincent zu Herrn Wormwood, ſind Sie dieß Jahr niemals in P... geweſen?

Nein! war die Antwort.

Ich war dort, Mylord, ſagte Miß Trafford, die niemals die Gelegenheit verlor, Worte einſchlüpfen zu laſſen.