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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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wotfen hatte.„Ich bitte Euch um eine einzige Gunſt“, ſtammelte der Sterbende,„ich habe einen Vater zu Haus — auch er iſt Soldat. In meinem Zelt liegt mein Teſta⸗ ment, welches alle meine Habe ihm übergibt— er kann es ohne Beſchämung annehmen. Doch dies iſt nicht genug! Schreibt ihm— Ihr— eigenhändig— und ſagt ihm, wie ſein Sohn fiel!“ Und der Held erfüllte die Bitte, und die⸗ ſer Brief iſt Roland theurer, als die ganze lange Reihe todter Ahnen! Die Natur hat ihre Rechte eingefordert, und die Vorväter treten zurück vor dem Sohne.

In einer Seitenkapelle der alten gothiſchen Kirche, mitten unter den zerfallenden Gräbern derer, welche bei Aere und Agincourt kämpften, meldet ein neues Täfelchen den Tod Herberts de Carton mit der einfachen Inſchrift:

ER FIEI. aUF DEM ScRLACHTFELD: SEIN vATERLAND TRAUERT UM IHN UND SsEIM vATRR 187 vOLL ERGEBUN6.

Jahre ſind entſchwunden, ſeit die Tafel dort aufgeſtellt wurde, und brachten manchen Wechſel über den Winkel der Erde, welcher unſere kleine Welt einſchließt. Schöne Ge⸗ mächer entſtanden mitten unter den öden Ruinen, und nah und fern lachen üppige Kornfelder an der Stelle der kalten, trübſelilgen Moore. Das Land nährt mehr Grundſaſſen⸗ als ſich je zuvor um das Banner ſeiner Barone drängten, und Roland kann von ſeinem Thurm aus auf Beſitzungen niederſchauen, die Jahr um Jahr mehr der Verodung entriſſen werden, bis ihm die Pfſügſchaar eine Herrſchaft