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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Stunde mehr und mehr jenes Weſen vor mir entfaltete, ſo zärtlich ſchüchtern, bei allem Ernſte ſo heiter, durch einfache Sorgen ſo harmoniſch geſtimmt für häusliche Zuneigung und doch durch das weiſe Sinnen in der Einſamkeit mit ei⸗ ner Poeſie erfüllt, welche auch den unſcheinbarſten Obliegen⸗ heiten Anmuth verlieh und das Alltägliche des Lebens in Muſik ſetzte!

Natur und Glück trafen hier in gleicher Weiſe zuſam⸗ men: Gleichheit der Geburt und der Anſprüche— Aehn⸗ lichkeit in Geſchmacksſachen und im Ziele des Lebens— Drang nach geſunder Thätigkeit, welche ſich in unmittelbarer Nähe fand— weder Neid gegen die Reichen, noch Wetteifer mit den Großen; beiderſeits ein Gemüth, welches das Leben nur im heiteren Lichte betrachtete und Quellen der Freude, friſch grünende Stellen auffand, wo das an die großen Städte gewöhnte Auge nur eine Wüſte mit ihrer Fata Morgana ſehen konnte. Während meines Ferneſeyns hatte ich, wie es die Pflicht des Mannes iſt, im Ringen mit dem Glück jene Mühen durchgemacht, welche dem Herzen Anlaß geben ſich von ſeinen Verluſten zu erholen, und den Werth der Liebe im erſteren Sinn der Wirklichkeit des Lebens ken⸗ nen gelernt. Der Himmel hatte an der Schwelle der Hei⸗ math den jungen Baum groß gezogen, der das Dach mit ſeinen Blüthen decken und die tägliche Luft meines Daſeins mit ſeinen balſamiſchen Düften erfreuen ſollte. Die Lieben, welche ich verlaſſen, hatten vereint darum gebetet, daß dies mein Lohn ſeyn möchte, und insgeſammt in ihren verſchiedenen Weiſen dazu beigetragen, jenes ſchöne Leben zum Schmuck

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