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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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nach der Verheirathung. Er war nicht zufrieden mit ihrer Hand, ſondern wollte auch ihr ganzes Herz, einen ausſchließ⸗ lichen, vollkommenen Chryſolit, beſitzen, und es iſt ihm ge⸗ lungen. Nie war ein Gatte ſo wachſam und doch ſo wenig eiferſüchtig— nie einer ſo vertrauensvoll zu den guten Sei⸗ ten ſeiner Frau, und doch ſo ſchnell zur Hand, wenn es ihren Schutz galt, wo ſie am ſchwächſten war. Als im zweiten Jahr ſeiner Ehe jener gefährliche deutſche Prinz von Leiben⸗ fels der Lady Caſtleton ſo beharrlich zuſetzte und die Skandal⸗ freunde in der Hoffnung eines Opfers bereits die Ohren ſpitzten, beobachtete ich Caſtleton mit ſo viel Intereſſe, wie wenn ich Deschappelles beim Schachſpiele zuſchaue. Nie habt Ihr etwas Meiſterhafteres geſehen. Er benahm ſich Seiner Hoheit gegenüber mit der ruhigen Zuverſicht nicht eines blinden Gatten, ſondern eines glücklichen Nebenbuhlers, überbot ihn in der Zartheit ſeiner Aufmerkſamkeiten und drängte ihn durch ſeine ſorgloſe Pracht völlig in Schatten. Leibenfels hatte die Unverſchämtheit, Lady Caſtleton einen Strauß von ſeltenen Blumen, die eben in der Mode waren, zu ſenden. Eine Stunde vorher hatte Caſtleton ihren ganzen Balkon mit denſelben koſtbaren ausländiſchen Pflanzen an⸗ gefüllt, als ſeyen ſie zu gemein für Sträußer und nicht werth, für ſie nur einen Tag zu blühen. So jung und hochbegabt auch Leibenfels war, verdunkelte ihn Caſtleton doch durch ſeine Anmuth und äffte ihn durch ſeinen Witz⸗ Er legte kleine Complotte ein, um ſeinen Schnurrbart und ſeine Guitarre lächerlich zu machen, verlockte ihn zu einer Jagd mit Schweißhunden, obſchon er ſeit ſeinem Dreißigſten

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