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Perſonen zu ſeyn ſchienen. Während ich ſie beobachtete und ihr zuhörte, konnte ich leidenſchaftslos die Unterſchiede in unſerem Weſen wahrnehmen, ſo daß mir Trevanion's Be⸗ hauptung, welche mir ehedem ſo ungeheuerlich erſchien, voll⸗ kommen gerechtfertigt vorkam—„wir würden nicht glück⸗ lich ſeyn, wenn auch das Schickſal unſere Verbindung geſtat⸗ tete.“ Obſchon ſie in der erkünſtelten Welt die Einfachheit und Reinheit ihres Herzens bewahrt hatte, war doch dieſe Welt ihr Element; die Intereſſen derſelben nahmen ſie ſehr in Anſpruch, und ihr Treiben bildete den Gegenſtand ihrer Unterhaltung, obſchon ſich nichts von der gewöhnlichen Klatſch⸗ und Läſterſucht darein miſchte. Um mich der Worte eines Mannes zu bedienen, der ſelbſt ein Höfling war und ſo hoch ſtand, daß er über einen Cheſterfield ſpotten durfte“—„ſie beſaß die Routine jenes Styls von Unterhaltung, welcher eine Art goldenes Laub, das heißt, eine große Verſchöne⸗ rung für alles Andere iſt, an welchem es angebracht wird.“ Ich will nicht beifügen,„obſchon es für ſich ſelbſt eine ſehr dürftige Figur macht,“— denn dies konnte man von Lady Caſtleton's Unterhaltung wahrhaftig nicht ſagen— vielleicht weil es nicht„für ſich ſelbſt“ daſtand— und das goldene Laub gewann nur durch ſeine Kleinheit, weil es nicht ein⸗ mal die Oberfläche des ſüßen, liebenswürdigen Weſens be⸗ deckte, über welches es ſich ausbreitete. Gleichwohl war dies nicht der Geiſt, in welchem ich jetzt bei gereifterer Er⸗ fahrung Sympathie mit männlicher Thätigkeit oder Theil⸗ nahme an dem Zauber intellektueller Muße ſuchen würde. * Lord Herwey's Memoiren Georg's II.
Bulwer, die Caxtone. 57


