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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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im Bau und mit einem unverhohlenen Anflug von Grau in den ſeidenen Locken ſeines Haars, aber noch immer ſich aus⸗ zeichnend durch jene Schönheit und jenen Zauber, die weni⸗ ger von der Jugend abhängen, ſondern vielmehr aus einem glücklichen Zuſammenwirken von Haltung und Benehmen, aus der ungemeinen Lieblichkeit des Ausdrucks entſpringen, welche ſich in's Herz einſchleicht und in einem Grade anſpricht, daß dem Zeugen derſelben die Bewunderung zu einer Luſt wird. Von Lord Caſtleton konnte man in der That wie von Alecibiades ſagen, er ſey'ſchön in jedem Alter. Der Athem verſagte mir faſt, und ein Nebel trat mir vor die Augen, als Lord Caſtleton mich durch die Gäſte führte und der leuchtende Traum von Fanny Trevanion— wie verändert und doch wie blendend— wieder vor mir aufging.

Ich fühlte die leichte Berührung jener ſchneeigen Hand; aber kein ſündiger Schauer ſchoß durch meine Adern. Ich hörte die Stimme, muſikaliſch wie immer, gedämpfter in ihrem Tone, als ehedem, aber feſt und ohne Beben— es war nicht länger die Stimme, welche meine Seele in das Ohr verpflanzte. Das Ereigniß war überſtanden, und ich wußte, daß der Traum für immer entflohen war aus der wachenden Welt.

„Noch eine alte Freundin!“ ſagte Lady Ulverſtone, als ſie aus einer kleinen Gruppe von Kindern hervortrat und einen ſchönen Knaben von neun Jahren an der Hand herbeiführte, während ein anderer von zwei oder drei Jahren ſich an ihrem Gewande feſthielt.„Noch eine alte Freundin— und“ fügte