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jetzt einen Liedervers ſingend, jetzt wieder neckiſch den blöden vierfüßigen Freund anredend. Sie ſagt ihm etwas, ob dem ſeine ſchwarzen Ohren ſich erheben, denn ich vernehme eben noch die Worte,„er kömmt“, und„Heimath!“
Von meinem Hinterhalt aus im Geſtrüpp und in den Ruinen kann ich die Sonne nicht untergehen ſehen, fühle aber, daß der leuchtende Ball aus der Landſchaft verſchwunden ſeyn muß in der friſcheren Luft der Dämmerung und in dem tie⸗ feren Schweigen des Abends. Sieh! Heſperus kömmt her⸗ vor; auf ſein Signal erſcheinen, einer nach dem andern, die Schaaren der Sterne
„Ch'eran con lui, quando hamor divino, Mosse da primà quelle cose bele!“ Und die ſüße Stimme iſt verſtummt.
Dann ſteigt der Lauſcher langſam an der andern Seite des Hügels herunter— die Sſtalt iſt meinen Blicken ent⸗ ſchwunden. Welcher Zauber geht doch aus von dieſer Däm⸗ merung! Sieh, dort ſchleicht ſich wieder der Tritt durch die Trümmer über den einſamen Hof. Ach, ahnungsvolles Herz, errathe ich wohl die Erinnerung, die dich führt? Ich gehe durch das Pfortchen thalabwärts an den Lorbeerbäumen vor⸗ bei und erblicke das Geſicht, das zu den Sternen aufſieht— das Geſicht, das ſich an meine Bruſt angeſchmiegt hatte im Schmerz des Scheidens vor vielen, langen Jahren.
Auf dem Grabe, wo wir geſeſſen hatten, ich als Jüng⸗ ling, du als Kind— dort, o Blanche, wird mir erſt der Anblick deines ſchönen Geſichtes zu Theil— ſchöner als
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