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hatte mich oft geſehnt, dieſe einfache Frage zu ſtellen, oder ſie wenigſtens zart und diplomatiſch anzudeuten; indeß wagte ich es nie— denn Blanche würde ſicherlich den Brief geleſen haben, und was ging es eigentlich mich an? Wenn ſie wirk⸗ lich häßlich war, ſo mußte die Frage ebenſo unbequem er⸗ ſcheinen, als die Antwort. Blanche hatte in ihrer Kindheit gerade eines von jenen Geſichtern gehabt, das im jungfräu⸗ lichen Alter ſehr liebenswürdig werden konnte, aber doch zugleich den Argwohn rechtfertigte, es könnte mit der Zeit heren⸗ und greifenartige Züge annehmen. Ja, Blanche, es iſt vollkommen wahr! Wenn in jene großen, ernſten, ſchwar⸗ zen Augen ein wildes Feuer ſich einſchlich ſtatt eines zar⸗ ten Lichtes— wenn die Naſe, welche damals noch un⸗ ſchlüſſig zu ſehn ſchien, ob ſie gerade oder adlerartig werden wollte, in die letztere Richtung einbog und den kriegeriſchen, römiſchen, gebieteriſchen Schnitt von Rolands mannhaftem Proboscis annahm— wenn das Geſicht, in der Kindheit nur allzu ſchmächtig, nach dem Roth der Jugend ſeine Zuflucht nahm zu zwei hervorſpringenden Buckeln unter den Schläfen(die Cumberlander⸗Race iſt berühmt wegen der Ausbildung ihrer Backenfnochen)— wenn all' dies ſtatt⸗ gefunden hätte, v Blanche, dann wünſchte ich, du hätteſt mir nie jene Briefe geſchrieben, und ich würde klüger gethan ha⸗ ben, wenn ich mein Herz nicht ſo hartherzig geſtählt hätte gegen die blauen Augen und die ſeidenen Schuhe der hüb⸗ ſchen Ellen Bolding. Wenn du nun alle dieſe Zweifel und Beſorgniſſe zuſammenfaſſen magſt, lieber Leſer, ſo wirſt du dich nicht wundern, warum ich mich ſo verſtohlen durch die
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