mit Mars, Artemis mit Diana, kurz, die griechiſchen Gott⸗
heiten mit den römiſchen verwechſelte, und an dem Grund⸗ ſatze, dieſe beiden Reihen von Perſönlichkeiten ſcharf zu tren⸗ nen, haftete er mit einer ſolchen Starrheit, daß uns ſeine Eraminatorien in ſteter Verwirrung erhielten.
„Wie“— konnte er gegen einen neuen Knaben aus⸗ rufen, der eben von einer Grammatikſchule nach dem Etv⸗ nianiſchen Syſtem herkam—„Wie, Ihr wollt Zeus mit Jupiter überſetzen? Hat der verliebte, zornige, wolkenſam⸗ melnde Gott des Olymp mit ſeinem Adler und ſeiner Aegis auch nur die mindeſte Aehnlichkeit mit dem ernſten, förmli⸗ chen und ſittenreinen Jupiter Optimus Maximus des römi⸗ ſchen Kapitols?— mit einem Gotte, Maſter Simpkins, der ſich ſchon vor dem Gedanken entſetzen würde, einem unſchul⸗ digen Fräulein unter der Maske eines Ochſen oder eines Schwanes nachzulaufen? Ich lege Euch dieſe Frage ein für allemal vor, Maſter Simpkins.“ Maſter Simpkins trug Sorge dafür, ſeine Anſicht mit der des Doktors in Ein⸗ klang zu bringen.„Und wie könnt Ihr“— fuhr Dr. Her⸗ man majeſtätiſch gegen einen anderen verbrecheriſchen Alum⸗ nus fort—„wie könnt Ihr Euch unterſtehen, den Ares des Homer mit dem dreiſten Gemeinplätz Mars zu überſetzen. Ares, Maſter Jones, der, wenn er verwundet wurde, ſo laut brüllte, wie zehntauſend Streiter oder wie Ihr mir brüllen ſollt, wenn ich Euch wieder darob erwiſche, daß Ihr mir ihn Mars nennt! Ares, der ſieben Plectra Grundes bedeckte, Ares, den Männertödter, zu verwechſeln mit dem Mars oder Mavors, welchen die Römer den Sabinern ſtah⸗


