beſitzen, um einem Kind zu ſagen, es habe H, U, T— Hut zu buchſtabiren; das heißt drei Laute, die ein ganz entgegengeſetztes Gemiſch bilden— entgegengeſetzt in jedem Einzelnen und entgegengeſetzt im Ganzen— ſollen ein kleines einſylbiges Wort ausmachen, das, wenn man nur bei der einfachen Wahrheit bleibt, ein Kind ſchon durch bloßes An⸗ ſchauen leſen lernt! Wie können drei Laute, die dem Ohre ſo klingen; ha— uh— te, den Ton Hut hervorbringen? Klingen ſie nicht eher wie h a— uh—te oder haute? Wie ſoll ein Erziehungsſyſtem gedeihen, das mit einer ſo unge⸗ heuerlichen Falſchheit beginnt— einer Falſchheit, die ſo ganz im Widerſpruch mit dem Gehörſinn ſteht? Kein Wunder, daß die Mütter über dem ABC⸗Buch verzweifeln möchten.“ Aus dieſen Pröbchen wird der Leſer entnehmen, daß Dr. Herman in ſeinem Erziehungsſyſtem bei dem An⸗ fang begann!— er nahm den Ochſen friſchweg bei den Hörnern. Im Uebrigen hatte er auf der breiten Grundlage des Eelecticismus ſich jede neue Patenterfindung zugeeignet, um mit Ideen für die Jugend um ſich zu ſchießen. Den Drücker für ſein Gewehr hatte er von Hofwyl, die Watte von Hamilton und die Zündhütchen von Bell und Laneaſter. Die jugendliche Idee! er hatte ſie feſt und loſe eingeladen— bald mit bildlichen Illuſtrationen, bald im Ermahnſyſtem, kurz, in jeder erdenklichen Weiſe und mit jedem nur immer möglichen Ladſtock; indeß hege ich doch das traurige Be⸗ venken, ob bei dieſer Behandlung der Schuß der jugendlichen Idee auch nur um einen Zoll weiter trug, als unter dem alten Mechanismus von Stein und Stahl. Gleichwohl 4 65
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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
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