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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Dieſer Dr. Herman war der Sohn eines deutſchen Mu⸗ ſiklehrers und hatte ſich in England niedergelaſſen. Seine ei⸗ genen Studien hatte er auf der Univerſität in Bonn been⸗ digt: da er aber fand, Gelehrſamkeit ſey dort eine zu ge⸗ meine Waare, um den hohen Preis einzubringen, zu wel⸗ chem er ſeine eigene anſchlug, außerdem einige Theorieen über politiſche Freiheit ihm eine Vorliebe für England ein⸗ flößten, ſo beſchloß er in letzterem Lande eine Schule zu grün⸗ den, welche„Epoche machen ſollte in der Geſchichte des menſchlichen Geiſtes.“ Pr. Herman war eine der erſten von den neumodiſchen pädagogiſchen Autoritäten, welche ſich in letzter Zeit ziemlich zahlreich unter uns verbreiteten, und würde vielleicht den Grundlagen unſerer großen claſſiſchen Seminarien einen gefährlichen Stoß verſetzt haben, wenn nicht letztere weislich, obſchon mit großer Vorſicht, einige der vernünftigeren Grundſätze, welche bunt mit den Grillen und Hirngeſpinſten ihrer neuerungsſüchtigen Nebenbuhler ver⸗ mengt waren, in ſich aufgenommen hätten.

Dr. Herman hatte viele gelehrte Werke gegen jede frü⸗ her beſtehende Unterrichtsmethode geſchrieben. Das, welches am meiſten Aufſehen erregte, war eine Schrift über die ſchmähliche Täuſchung in den Buchſtabirbüchern.„Ein lügenhafteres, hohlköpfigeres Blendwerk, als das, mit wel⸗ chem wir den klaren Inſtinkt der Wahrheit in unſeren Buch⸗ ſtabirſyſtemen verwirren, iſt nie vom Vater der Lüge zu⸗ ſammengebraut worden.“ So lautete die Einleitung zu dieſer famoſen Abhandlung.„Nehmen wirz. B. das ein⸗ ſiz Wort Hut. Welche eherne Stirne muß man nicht