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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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„Frau,“ ſagte mein Vater feierlich,„dies war der erſte Unterricht, den ich unſerem Kinde ertheilte— die Hei⸗ ligkeit und das Glück der Entſagung. Vereitle nicht wie⸗ der, was er ihn lehren ſoll bis zum Tage ſeines Todes!“

Und dies iſt die Geſchichte von dem zerbrochenen Blu⸗ mentopf.

Fünftes Kapitel.

Zwiſchen meinem ſiebenten und achten Jahre kam ein Wechſel über mich, der vielleicht allen Eltern bekannt iſt, welche ſich des beängſtigenden Segens eines einzigen Kindes zu rühmen haben. Die gewöhnliche Lebhaftigkeit des kind⸗ lichen Alters verließ mich, und ich wurde ſtill, geſetzt und gedankenvoll. Der Mangel an Spielgefährten, die mit mir in gleichen Jahren ſtanden, und der Umgang mit gereiften Geiſtern, welcher nur mit völliger Einſamkeit abwechſelte, verliehen entweder meiner Einbildungskraft oder meinem Verſtande eine allzufrühe Zeitigung. Die abenteuerlichen Sagen, welche mir meine alte Wärterin Sommers im Zwie⸗ licht und Winters an dem Herde zuflüſterte, wie auch die Mühe, die ich mir gab, die ernſte, liebliche Weisheit in den Andeutungen meines Vaters zu erfaſſen, dienten dazu, einen Hang zu einem träumeriſchen Weſen in mir zu nähren, in welchem alle meine Seelenkräfte angeſtrengt thätig wurden wie in den Träumen, die den Menſchen heimſuchen, wenn er dem Erwachen nahe iſt. Ich konnte mit Leichtigkeit leſen, ziemlich geläufig ſchreiben und hatte auch bereits nachzuahmen