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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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geſchah es ganz zufällig. Er ſtand ſo und hatte keine ſchlimme Abſicht dabei. Iſt's nicht wahr, Maſter Siſty?„So rede doch(dies in einem Flüſtern) oder Papa wird böſe werden.“

„Schon gut,“ ſagte meine Mutter,„ich will annehmen, daß es ein Zufall war; aber nimm Dich künftig in Acht, mein Kind. Ich ſehe, es thut Dir leid, daß Du mich be⸗ kümmert haſt. Da haſt Du einen Kuß und gräme Dich nicht weiter.“

„Nein, Mamma, Du mußt mich nicht küſſen; ich ver⸗ diene es nicht. Ich habe den Blumentopf abſichtlich hinun⸗ tergeworfen.“

Mrs. Primmins zitterte wie ein Laub.

„Aus Spaß!“ ſagte ich, den Kopf hängen laſſend.„Ich wollte ſehen, was Du für ein Geſicht dazu machen würdeſt, Papa. Dies iſt die Wahrheit davon. Jetzt ſtraft mich— ſtraft mich!“

Mein Vater warf ſein Buch wohl fünfzig Schritte von ſich, beugte ſich nieder und drückte mich an ſeine Bruſt.

„Junge,“ ſagte er,„Du haſt Unrecht gethan, wirſt es

aber dadurch wieder gut machen, wenn Du Dein ganzes Le⸗ 8

ben über eingedenk bleibſt, daß Dein Vater Gott pries, weil er ihm einen Sohn gegeben, der ſich durch die Furcht nicht abhalten ließ, die Wahrheit zu reden. O Mrs. Primmins, ſobald Ihr es wieder verſucht, ihn ſolche Mährchen zu leh⸗ ren, ſind wir geſchiedene Leute!“

Von dieſer Stunde an wurde ich mir bewußt, daß ich meinen Vater liebte und von ihm geliebt war; von dieſer Zeit an begann er auch, ſich mit mir zu unterhalten. Wenn