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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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„Oh,“ ſagte meine Mutter traurig,„wären mir lie⸗ ber bei dem Froſt im letzten Mai alle Pflanzen des Gewächs⸗ hauſes zu Grunde gegangen— ja, ich wollte meinen beſten Theeſervice darum geben! Ich habe das arme Geranium ſelbſt aufgezogen, und den lieben Blumentopf hat mir Mr. Carton zu meinem letzten Geburtstag gekauft! Das garſtige Kind muß dies gethan haben!“

Mrs. Primmins fürchtete ſich ungemein vor meinem Vater— warum, weiß ich nicht, wenn nicht etwa der Grund darin lag, daß ſehr redſelige Perſonen ſich gemeiniglich vor ſehr ſchweigſamen zu fürchten pflegen. Sie warf einen ha⸗ ſtigen Blick auf ihren Gebieter, der Zeichen von Aufmerk⸗ ſamfeit kund zu geben anfing, und rief ſchnell:

„Gott behüte, Ma'am; nein, es war nicht der liebe Knabe— ich ſelbſt habe es gethan!“

„Ihr? Wie könnt Ihr auch ſo unachtſam ſeyn, da Ihr doch wußtet, wie theuer mir der Blumentopf war. O Himmel!“

Primmins begann zu ſchluchzen.

„Macht keine Poſſen,“ rief jetzt eine ſchwache ſchrille Stimme, und Maſter Siſty, der mit eherner Stirne aus dem Hauſe heraus kam, fuhr fort:„Zanke nicht mit der Prim⸗ mins, Mamma; ich habe den Blumentopf hinausgeſchoben.“

„Bſt!“ ſagte die Wärterin, mehr als je erſchrocken und einen entſetzten Blick nach meinem Vater hingleiten laſſend, der bedächtig ſeinen Hut abgenommen hatte und mit ernſtem Auge achtſam dem Auftritte zuſah.

„Bſt! Und wenn er ihn auch zerbrach, Ma'am, ſo

Bulwer, die Cartone. 3