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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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ſich ſpäter in Liebe oder Erkenniniß um. Und ſo geh' jetzt wieder in Deine Kindsſtube zurück, meine Liebe.“

Ich würde dir jedoch Unrecht thun, v Beſter der Bäter, wenn ich die Leſer auf dem Wahn ließe, weil du dich bei mei⸗ ner Geburt ſo gleichgültig zeigteſt und in Betreff meiner frühen Erziehung unbeſorgt bliebeſt, ſo ſeyeſt du auch in deinem Herzen gleichgültig gegen den beſchwerlichen Neb⸗ gilos geweſen. Wie ich älter wurde, merkte ich mehr und mehr, daß ein väterliches Auge auf mich achtete. Ich erinnere mich mit Beſtimmtheit noch eines Vorfalls, der mir als eine Kriſis in meinem kindlichen Leben vorkommt, da er das erſte fühlbare Bindeglied nachweist zwiſchen meinem ei⸗ genen Herzen und jener ruhigen großen Seele.

Mein Vater ſaß im Hofe vor dem Haus, den Stroh⸗ hut über ſeinen Augen(denn es war Sommer) und ein Buch auf ſeinem Schvoße. Plötzlich fiel ein ſchöner blau und weißer Steingut⸗Blumentopf, der auf einem Fenſterſims des oberen Stockes geſtanden hatte, krachend zu Boden, und die Scherben flogen meinem Vater um die Beine. Erhaben in ſeinen Studien, wie Archimedes bei der Belagerung, fuhr er zu leſen fort:„Inpavidum ferient ruinae!“

„O Himmel!“ rief meine Mutter, die unter dem Por⸗ tale beſchäftigt war,„mein armer Blumentopf, der mir ſo theuer war! Wer kann dies gethan haben? Primmins, Primmins!“

Mrs. Primmins ſteckte den Kopf zu dem verhängniß⸗ vollen Fenſter hinaus, nickte auf den Zuruf und kam im Nu bleich und gthemlos herunter.