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ſchrieben, um zu beweiſen, daß der geſtiefelte Kater eine Allegorie ſey auf den Fortſchritt des menſchlichen Verſtan⸗ des und aus den myſtiſchen Schulen der ägyptiſchen Prie⸗ ſter herſtamme. Es liegt darin augenſcheinlich eine Darſtel⸗ lung der Anbetung, welche dieſen Vierfüßlern aus der Katzen⸗ zunft zu Theben und Memphis zu Theil wurde, wo man ſie nicht nur zu Symbolen der Religion machte, ſondern auch als Mumien aufbewahrte.“
„Mein lieber Auſtin,“ ſagte meine Mutter, ihre blauen Augen aufſchlagend,„Du glaubſt aber nicht, daß Siſty⸗ alle dieſe ſchönen Dinge in dem geſtiefelten Kater auf⸗ finden werde!“
„Meine gute Kitty,“ erwiederte mein Vater,„als Du ſo gut warſt, es mit mir zu wagen, haſt Du wohl nicht daran gedacht, daß Du in mir nur alle die ſchönen Dinge finden werdeſt, die ich aus Büchern gelernt habe. Du kann⸗ teſt mich blos als ein harmloſes Geſchöpf, das ſo glücklich war, Deiner Neigung zu entſprechen. Nebenbei entdeckteſt Du, ich ſey nicht ſchlimmer geworden durch alle die Quart⸗ bände, die ſich in mir zu Ideen umwandelten— zu Ideen, die ſogar für mich Geheimniſſe ſind. Wenn Siſty, wie Du das Kind nennſt— die Peſt über dieſen Anachronismus, und Du thuſt gut, ihn nur in einer Doppelſylbe kund zu ge⸗ ben— wenn Siſty nicht alle Weisheit Aegyptens in dem geſtiefelten Kater entdecken kann, was macht's? Der geſtiefelte Kater iſt harmlos und gefällt ihm. Alles, was Neugierde weckt, ſo fern es unſchuldig iſt, führt zu Kenntniß— alles, was unſerer Neigung entſpricht, wandelt


