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etzählender Kindsfrauen. Sie hatte ſchon meine Mutter erzogen; aber ihre Liebe trieb neue Zweige für den jungen Nachwuchs. Sie war von Devonſhire, und das weibliche Geſchlecht aus dieſer Gegend, namentlich wenn es ſeine Ju⸗ gend in der Nähe der Seeküſte zugebracht hat, iſt in der Regel abergläubiſch. Sie war mit einem wundervollen Vorrath von Mährchen ausgeſtattet, und noch ehe ich ſechs Jahre zählte, konnte ich als ſehr unterrichtet gelten in dieſer Erſtlingsliteratur, in welcher die Sagen aller Völker ſich auf eine gemeinſame OQuelle zurückführen laſſen— der geſtie⸗ felte Kater, Hans Däumling, Fortunio, Fortu⸗ natus, Jack, der Rieſentödter— Mährchen, welche gleich den Sprichwörtern, nur mit verſchiedenen Wendun⸗ gen, dem jugendlichen Verehrer des Budh eben ſo geläufig ſind, wie den kühneren Kindern Thors. Ich kann ohne Ei⸗ telkeit ſagen, daß ich, wenn ich in dieſen ehrwürdigen Klaſ⸗ ſikern geprüft worden wäre, ſicherlich einen Preis davon ge⸗ tragen hätte!
Meine Mutter war einigermaßen beſorgt, ob aus einer ſolchen fantaſtiſchen Erziehung auch ein weſentlicher Vortheil erzielt werden dürfte, und äußerte ſchüchtern ihre Bedenken gegen meinen Vater.
„Meine Liebe,“ entgegnete mein Vater mit jenem Ton der Stimme, welcher ſogar meine Mutter ſtets in Ver⸗ wirrung brachte, da ſie nicht wußte, ob er im Scherz oder im Ernſt ſprach—„in allen dieſen Fabeln könnten gewiſſe Philoſophen leicht die höchſte Moral unter ſymboliſcher Ver⸗ hüllung auffinden, Ich ſelbſt habe eine Abhandlung ge⸗


