Viertes Kapitel.
„Ihr werdet natürlich bald anfangen, Euren Sohn ſelbſt zu erziehen?“ ſagte Mr. Squills. „Verſteht ſich, Sir,“ verſetzte mein Vater.„Ihr habt wohl Martinus Scriblerus geleſen?“ „Ich verſtehe Euch nicht, Mr. Carton.“ „Dann habt Ihr Martinus Seriblerus nicht geleſen, Mr. Squills!“ „Nehmt an, ich hätte es doch— was weiter „Was weiter, Squills?“ entgegnete mein Vater ver⸗ traulich.„Ihr würdet dann wiſſen, daß ein Gelehrter zwar oft ein Thor iſt, aber doch nie ein Thor in ſo hohem, ſo ſuperlativem Grade, als wenn er die erſte unbefleckte Seite der menſchlichen Geſchichte dadurch beſudelt, daß er die Ge⸗ meinplätze ſeiner eigenen Pedanterie darauf ſchreibt. Ein Gelehrter, Sir— wenigſtens einer von meinem Schlage— 3 iſt am allerwenigſten geeignet, junge Kinder zu unterrichten. Eine Mutter, Sir, eine einfache, natürliche Mutter führt 3 ein Kind am beſten ein in die Erkenntniß.“ „Wahrhaftig, Mr. Carton, ich glaube Ihr habt Recht, trotz dem Helvetius, auf den Ihr Euch an dem Abend be⸗ riefet, als der Knabe geboren wurde.“ „Ich bin wenigſtens ſo feſt davon überzeugt,“ ſagte mein Vater,„als ein armes ſterbliches Weſen von irgend etwas überzeugt ſeyn kann. Ich ſtimme allerdings mit Hel⸗ vetius überein, wenn er ſagt, das Kind müſſe von Geburt an erzogen werden; aber wie?— da ſitzt der Knoten. Es
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