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„Du kennſt die Gefahr des Staates— geſtehe!“
„Ich kenne fie; und ich halte mein Verſprechen. Rich⸗ ter, ich enthülle Dein Todesurtheil! Ich weiß, daß die Anarchie, die Du Staat nennſt, mit Untergang der heuti⸗ gen Sonne zu Ende geht. Horch das Stampfen draußen! Horch, das Toben und Brauſen der Stimmen! Raum da, Ihr Todten! Raum in der Hölle für Robespierre und ſeine Rotte!“
Sie ſtürzen herein in den Saal— die haſtigen, blei⸗ chen Boten— da iſt Verwirrung, und Furcht, und Ent⸗ ſetzen.„Fort mit dem Verſchwörer! und morgen ſoll das Weib ſterben, das Du retten wollteſt!“
„Morgen, Präſident— da fällt das Meſſer auf Dich!“
Durch die wimmelnden, brauſenden Straßen be⸗ wegte ſich die Proceſſton des Todes. Ha, braves Volk! endlich haſt Du Dich ermannt. Sie ſollen nicht ſterben! — der Tod iſt entthront!— Robespierre iſt gefallen!— Sie ſtürzen herbei zur Befreiung! Häßlich tobte und geſtikulirte, an Zanoni's Seite, auf dem Karren die Ge⸗ ſtalt, die er in ſeinen prophetiſchen Träumen ihn ſelber auf den Todesplatz hatte begleiten ſehen.„Rettet uns! rettet uns!“ heulte der Atheiſt Nicot;„drauf muthiges Volk! wir werden gerettet werden!“ und durch den Volks⸗
haufen drängte ſich, die ſchwarzen Haare in wilder Un⸗ ordnung, mit feuerſprühenden Augen, eine weibliche Ge⸗ ſtalt—„Mein Clarence!“ ſchrie ſie in der ſanften, ſüd⸗ lichen Sprache, an welche Viola in ihrer Heimath als
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