Es traf ſich, daß ich vor mehreren Jahren, in den jüngeren Tagen meiner Schriftſtellerei und mei⸗ nes Lebens, den Wunſch empfand, mich mit dem eigentlichen Urſprung und den Lehren der ſonder⸗ baren, und unter dem Namen der Roſenkreuzer be⸗ kannten Sekte vertraut zu machen Unbegnügt mit den dürftigen und oberflächlichen Nachrichten, die ſich in den Werken finden, auf welche man gewöhnlich in Betreff dieſes Gegenſtandes verweist, fiel mir plötzlich die Möglichkeit ein, daß Mr. D—s Samm⸗ lung, die nicht nur an Drucken, ſondern auch an Handſchriften reich war, vielleicht genauere und au⸗ thentiſchere Aufſchlüſſe über dieſe berufene Brüder⸗ ſchaft enthalte— geſchrieben etwa, Wer weiß! von Einem ihres eignen Ordens, und durch gewichtiges und ausführliches Zeugniß die Anſprüche auf Weis⸗ heit und Tugend bekräftigend, welche Bringaret den Nachfolgern der Chaldäer und Gymnoſophiſten zu⸗ geſchrieben.
Demgemäß begab ich mich an den Ort, der, wie ich ohne Zweifel mit Schaam bekennen muß, einmal einer meiner Lieblingsaufenthalte war. Aber ſinden ſich denn keine Irrthümer und Täuſchungen in den Chroniken unſrer Tage, ſo abſurd wie die der alten Alchymiſten?— Unſere Zeitungen ſelbſt


