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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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die Anklagen, welche der Parteihaß zu denen hinzu⸗ fügte, welche die Wahrheit ihm aufbürden konnte, daß es einen weit kühnern Monarchen erfordert hätte, als Philipp III. war, um der Stimme eines ganzen Volks einem in Ungnade gefallenen Miniſter zu lieb, zu trotzen. Der Prinz ſelbſt wurde bald von neuen Günſt⸗ lingen dahin gebracht, weitere Verwendungen von ſei⸗ ner Seite für ebenſo unpolitiſch als fruchtlos anzuſehen; und der Herzog von Uzeda und Don Gaſpar de Guz⸗ man waren ebenſo geſchmeidige Lieblinge, während ſie als Geſellſchafter unendlich mehr Achtung in Anſpruch nahmen.

Eines Tages überreichte ein bei dem Lever des Prin⸗ zen anweſender Offizier, der ein beſonderer Günſtling von ihm war, eine Bittſchrift, worin um die Verwendung Seiner Hoheit gebeten wurde in Betreff einer Stelle in der königlichen Armee, die, wie er ſo eben durch einen Expreſſen erfahren, erledigt war.

Und Weſſen Tod kommt ſo gelegen für Dein Steigen, Don Alvar? fragte der Infant.

Don Martin Fonſeca's. Er fiel in dem letzten Gefecht, mit hundert Wunden bedeckt.

Der Prinz fuhr zurück und wandte ſich haſtig ab. Der Offizier verlor von dieſer Stunde alle ſeine Gunſt, ohne daß er je ſeinen Fehler erfahren hätte.

Mittlerweile verſtrichen Monate und Calderon ſchmachtete noch in ſeinem Kerker. Zuletzt eröffnete die Inquifition ihr ſchwarzes Anklageregiſter gegen ihn. Die erſte dieſer Anklagen war die der Zauberei, gegen